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Aktueller Sachstand zum Sonderprogramm MobiPro-EU

Mit der Wirtschafts- und Finanzkrise erreichte die (Jugend-)Arbeitslosigkeit in der EU im Jahr 2012 ein historisches Hoch. Lediglich in einigen wenigen EU-Staaten blieb die Arbeitslosigkeit junger Menschen stabil oder war sogar rückläufig, wie z. B. in Deutschland.

 

Vor diesem Hintergrund hat sich die Bundesregierung dazu bereit erklärt, im Rahmen eines zeitlich begrenzten und aus Bundesmitteln finanzierten Pilotprogramms einen Beitrag zur grenzüberschreitenden beruflichen Mobilität und zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU zu leisten.

 

Anfang 2013 kamen die ersten freizügigkeitsberechtigten Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus anderen EU-Ländern nach Deutschland, um hier eine unterstützte betriebliche Berufsausbildung zu absolvieren oder eine Beschäftigung als Fachkraft aufzunehmen.

 

Das Sonderprogramm MobiPro-EU ist darauf ausgelegt, Maßnahmen und Instrumente zu entwickeln und zu erproben, die dazu beitragen können, sprachliche Barrieren sowie Rekrutierungs- und Einstellungshemmnisse abzubauen.

 

Als „lernendes Programm“ wurde MobiPro-EU anhand der laufend gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse mehrfach angepasst. Die sich abzeichnenden Bedarfe führten dazu, dass die Individualförderung für Ausbildungsinteressierte und Fachkräfte der Jahre 2013 und 2014 ab dem Ausbildungsjahrgang 2015 ausschließlich auf das Ausbildungssegment im Rahmen von Projektförderung umgestellt wurde.

Wie sieht die Zukunft des Sonderprogramm MobiPro-EU aus?

Mit dem aktuellen Ausbildungsjahrgang 2016 liegen künftig die Erfahrungen aus jeweils zwei Jahrgängen der Individual- und der Projektförderung vor.

 

Als Ergebnis einer themenbezogenen Haushaltsanalyse hat das Bundeskabinett am 23. März 2016 beschlossen, keinen weiteren Jahrgang im Rahmen des Pilotprogramms zu fördern. Ein weiterer Ausbildungsjahrgang 2017 und somit eine Rekrutierung über 2016 hinaus ist daher nicht geplant. Die Förderung aller bisher begonnen Förderketten ist bis zum Abschluss der betrieblichen Berufsausbildung in 2019 bzw. 2020 für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Projektträger gesichert.

Wie werden die Ergebnisse des Pilotprograms künftig genutzt?

Mit dem Ausbildungsbeginn 2016 wird das Pilotvorhaben nach insgesamt vier Ausbildungsjahrgängen in die Phase der Ergebnissicherung überführt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesagentur für Arbeit werden gemeinsam mit den Projektträgern die verbleibende Programmlaufzeit weiter dafür nutzen, die Ergebnisse und Erfahrungen zu bewerten und für eine weitergehende Nutzung transferfähig aufzubereiten und zu sichern.

Fördergrundsätze

Ab Mai 2015 gelten die neuen Fördergrundsätze „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa (MobiPro-EU)".

Änderung der Fördergrundsätze zur „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa“ vom 12.05.2015 (BAnz AT 20.05.2015 B1) i.V. mit den Fördergrundsätzen vom 24.07.2014 (BAnz AT 30.07.2014 B2)

 

Die neuen MobiPro-Grundsätze bringen keine inhaltlichen Neuerungen im Vergleich zum Vorjahr mit sich:

 

Projektförderung: Förderleistungen werden nicht vom Auszubildenden beantragt, sondern von einem Projektträger. Dieser beantragt und organisiert alle förderfähigen Maßnahmen für die Jugendlichen.
 

Bei der Rekrutierung von ausbildungsinteressierten Jugendlichen für die Projekte kann die Bundesagentur für Arbeit behilflich sein und eingeschaltet werden.

 

Die Förderungsgrundsätze zum Download:

Den aktuellen Aufruf finden Sie hier.

Informationen zur Individualförderung:

Das Interesse junger Menschen aus der Europäischen Union an einer betrieblichen Berufsausbildung in Deutschland ist weiterhin sehr groß. Daher hat sich die Regierungskoalition darauf verständigt, im Rahmen der Beratungen zum Bundeshaushalt die Haushaltsmittel für 2014 nochmals aufzustocken, so dass damit – vorbehaltlich der endgültigen Beschlussfassung durch den Deutschen Bundestag – alle jungen Europäerinnen und Europäer, die vor dem 8. April 2014 einen Antrag auf Förderung im Rahmen von MobiPro-EU für dieses Jahr bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit gestellt haben, gefördert werden können. Dies betrifft sowohl die Anträge von Fachkräften als auch die von Ausbildungsinteressierten. Später eingegangene Anträge für eine betriebliche Berufsausbildung ab Herbst 2014 können auch aufgrund der Ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen (in der Regel vier Monate vorbereitender Sprachkurs im Herkunftsland, drei Monate vorbereitendes Praktikum in Deutschland) nicht mehr berücksichtigt werden.

 

Dies bedeutet:

Alle Anträge, die bis zum 8. April 2014 bei der ZAV eingegangen sind, können bewilligt werden. Mit der Bewilligung des ersten Förderantrags, in der Regel des Deutschkurses im Herkunftsland, ist die finanzielle Unterstützung über MobiPro-EU für die gesamte Praktikums- und Ausbildungszeit sowie für die Begleitung und die Deutschkurse der Fachkräfte gesichert. Voraussetzung ist die Zusage der Förderung bzw. der positive Bescheid der ZAV.

Alte Förderrichtlinie für 2013/2014

Diese Förderrichtlinie betrifft Auszubildende und Fachkräfte, die bereits vor Mitte 2014 gefördert wurden.

 

Informationen und die Sammlung der häufig gestellten Fragen (FAQ) für diese Personengruppen finden Sie hier.

Fragen? Hier gibt's die Antworten!

 

Fragen zu The Job of my Life? In unseren FAQ gibt’s alle Antworten und weitere Erläuterungen zum Programm.

Ich will's wissen!

Arbeitgeber besetzen ihre Ausbildungsplätze neu – auch mit The Job of my Life

 

Seit 2013 unterstützt das Sonderprogramm MobiPro-EU unter der Überschrift The Job of my Life junge EU-Bürgerinnen und Bürger dabei, eine  betriebliche Berufsausbildung in Deutschland zu absolvieren. Hiervon profitieren auch Unternehmen - wie unsere Beispiele zeigen.

Erfahren Sie hier mehr


Broschüre für spanische Bürgerinnen und Bürger zur Orientierung am deutschen Arbeitsmarkt

 

Die Broschüre “Perspektive Deutschland” ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsabteilung der spanischen Botschaft, der spanischen Arbeitsverwaltung SEPE und der Bundesagentur für Arbeit (BA).

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Hannelore Kraft machte eine Lehre als Bankkauffrau, bevor sie später Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen wurde.