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FAQ für Unternehmen und Projektträger

Allgemeines

Über das Programm

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert die berufliche Mobilität von jungen EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Mit dem Sonderprogramm wird das Ziel verfolgt, einen Beitrag zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit in Europa und zur Fachkräftesicherung in Deutschland zu leisten. Dazu sollen durch eine gezielte Förderung junge EU-Bürgerinnen und EU-Bürger im Alter zwischen 18 und 27 Jahren in die Lage versetzt werden, außerhalb ihrer Herkunftsländer in Deutschland eine betriebliche Berufsausbildung erfolgreich abzuschließen.

Was heißt Projektförderung?

Gefördert werden Projekte, die freizügigkeitsberechtigte Jugendliche und junge Erwachsene durch ausbildungsvorbereitende sowie ausbildungsbegleitende Maßnahmen in die Lage versetzen, in Deutschland erfolgreich eine betriebliche Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), dem Gesetz zur Ordnung des Handwerks (HwO), der Schiffsmechaniker-Ausbildungsverordnung und über den Erwerb des Schiffsmechanikerbriefes (SMAusbV) sowie dem Altenpflegegesetz (AltPfG) zu absolvieren. 

 

Die Förderbausteine des Sonderprogramms dienen insbesondere der Überwindung von sprachlichen Hemmnissen und vorhersehbaren Schwierigkeiten, die den Rekrutierungs- und Einstellungsprozess in Deutschland beeinträchtigen können. Dies gilt auch für die Akzeptanz einer betrieblichen Berufsausbildung durch ausbildungsinteressierte Jugendliche, in deren Herkunftsländern diese Art der Berufsausbildung unbekannt ist.

 

Die Zuwendungsempfänger sollen innovative Projekte entwickeln, die ausbildungsinteressierten Jugendlichen den Rahmen für die erfolgreiche Durchführung einer betrieblichen Berufsausbildung anbieten. Durch Beratung und Unterstützung soll der Rekrutierungs-, Einstellungs- und Ausbildungsprozess in Deutschland positiv gestaltet werden.

 

Der Träger muss eine juristische Person des privaten oder öffentlichen Rechts sein. Einzelpersonen können nicht gefördert werden.

 

Der Träger ist der zentrale Ansprechpartner/Verantwortliche für die Teilnehmer/innen und alle übrigen Programmbeteiligten während der gesamten Projektlaufzeit.

Muss der Träger bestimmte Voraussetzungen erfüllen?

Träger sind juristische Personen des privaten und des öffentlichen Rechtes, die ihre Eignung zur Durchführung der Maßnahme nachgewiesen haben. Als Nachweis der fachlichen und administrativen Eignung des Trägers konnten z. B. vorgelegt werden:

  • Referenzen über Erfahrungen in der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten, im Bereich Berufsausbildung bzw. begleitende Förderungen in den letzten drei Jahren.
  • Nachweis von Maßnahmen zur Qualitätssicherung oder Zertifizierung (z. B. ISO-Norm).
  • Ggf. Zertifizierung der Einrichtung nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung (AZAV).

 

Außerdem muss der Träger dauerhafte personelle Präsenz durch fachlich geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten und die erforderlichen Räumlichkeiten bereitstellen.
 
Ein weiteres Kriterium für die Auswahl geeigneter Träger ist die Vernetzung der Einrichtung mit Kooperationspartnern im europäischen Ausland und in Deutschland gewesen.

Inhaltliche Fragen

Vorbereitende Projektphase

Vorbereitende Projektphase:

Bis zu welcher Projektphase kann nachbesetzt werden?

Maßgeblich für eine mögliche Nachbesetzung von frei werdenden Teilnehmerplätzen eines Projektes ist die Erreichbarkeit des Programmziels gemäß der Fördergrundsätze vom 24.07.2014. Sofern durch den neuen Bewerber noch eine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen werden kann, ist eine Nachbesetzung grundsätzlich möglich. Für die Phase der Vorbereitung bedeutet dies insbesondere, dass die notwendigen Sprachkenntnisse bis zum Abschluss der Vorbereitungsphase noch erreicht werden können. Die Voraussetzungen für die Förderfähigkeit des neuen Bewerbers gemäß den Fördergrundsätzen sind weiterhin zu beachten.

Kann mit dem Sprachunterricht im Heimatland für wenige Personen ein Dozent beauftragt werden und die Prüfung durch eine Sprachschule abgenommen werden?

Der Projektträger ist frei in seiner Auswahl der Sprachschule bzw. der Dozenten. Gemäß den Fördergrundsätzen obliegt dem Projektträger dabei die Nachweispflicht über die Eignung des vom ihm beauftragten Dritten und die Sicherstellung der Qualität und Quantität der Deutschsprachförderung. Die Beauftragung eines freiberuflichen Dozenten ist somit also dann denkbar, wenn die entsprechenden Nachweise bestehen.

 

Der Projektträger hat bei Dienstleistungs- und Beschaffungsaufträgen die Regelungen des Vergaberechtes zu beachten. Unter Bezugnahme auf Ziffer 12 der Verwaltungsvorschriften zu § 44 der Bundeshaushaltsordnung kann die Finanzierung von Sprachkursen im Herkunftsland aber auch durch einen Weiterleitungsvertrag zwischen Projektträger und Sprachschule geregelt werden.

Muss die B1 Prüfung mit einer offiziellen Prüfung (Telc) abgelegt werden?

Das Sprachniveau B1 gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens muss entweder durch offizielle Prüfung oder einen geeigneten vergleichbaren Nachweis erbracht werden, z.B. eine trägerinterne Prüfung auf dem Niveau B1. In ausländischen Schulsystemen, die „Deutsch als Fremdsprache“ vermitteln, wird mit dem Zeugnis in der Regel das Sprachniveau attestiert. Diese Form kann im Einzelfall als Nachweis des B1 Niveaus eingereicht werden.

Bis wann muss das Sprachniveau B1 erreicht werden?

Grundsätzlich sollte das Sprachniveau B1 bis zum Beginn der Ausbildung erreicht werden. In zu begründenden Ausnahmefällen kann davon abgewichen werden, wenn das Ausbildungsziel dennoch erreicht werden kann (zum Beispiel kann eine solche begründete Ausnahme vorliegen, wenn die Vorlaufzeiten für die Sprachausbildung im Herkunftsland zeitlich sehr knapp sind).

Sind "Sprachkurse im Herkunftsland" auch am Zielort vor dem Praktikum möglich? Was ist in diesem Fall mit Kosten für die Anreise? (bei Unterbringung z.B. bei Freunden und Verwandten, so wären Bewerbungsverfahren betriebsorientiert möglich)

Sprachkurse im Herkunftsland sind im Land der Bewerber durchzuführen. Die Durchführung am Zielort vor dem Praktikum aus Fördermitteln ist nicht möglich. Finanzielle Unterstützungen der Bewerber bei Unterkunftskosten für einen Sprachkurs in Deutschland vor dem Praktikum sind nicht zuwendungsfähig.

Warum ist bei MobiPro die Praktikumszeit auf 6 Wochen begrenzt und wie ist der Zusammenhang zum Mindestlohn?

Gemäß der Fördergrundsätze dient das Praktikum im Rahmen eines MobiPro-EU Projektes zum Kennenlernen des Ausbildungsberufes und des Ausbildungsbetriebes. Dafür ist eine maximal mögliche Praktikumsdauer von sechs Wochen festgelegt – diese Regelung gilt – unabhängig von den gesetzlichen Regelungen des Mindestlohns. Diese Regelungen sind – soweit einschlägig – auch im Rahmen des Programms zu beachten. Nach einem berufsqualifizierenden Berufs- oder Studienabschluss ist im Normalfall davon auszugehen, dass die fachliche Orientierungsphase bereits abgeschlossen ist. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Sonderprogramm MobiPro-EU, die im Ausland einen berufsqualifizierenden Berufs- oder Studienabschluss erworben haben kann jedoch etwas anderes gelten, da die duale Berufsausbildung in anderen EU-Ländern häufig unbekannt ist. Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Sonderprogramm MobiPro-EU haben daher während des sechswöchigen Praktikums in der Regel keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn.

Kann der Träger auch Mietverträge unterschreiben?

Ja. Vereinbarungen, die mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Unterkunft und ggf. Verpflegung getroffen werden sollen, sind beim Zuwendungsgeber anzugeben. Alle Angebote zur möglichen Vermittlung oder Stellung von Wohnraum müssen auf Freiwilligkeit beruhen. Die Inanspruchnahme darf keine Voraussetzung für die Aufnahme in das Projekt sein.

Können im Rahmen von MobiPro-EU Projektvorschlägen auch Online-Sprachkurse geplant werden?

Die Durchführung von Sprachkursen in Form von Onlineangeboten erfährt als neue Form der Sprachvermittlung einen starken Zuwachs. Auch im Sonderprogramm MobiPro-EU können innovative Sprachkurskonzepte, wie das Online-Lernen, in den Projektvorschlägen eingebracht werden. Die Kostenstruktur der Online-Kurse ist im Einzelnen aufzuschlüsseln. Sollten dabei die kalkulierten Kosten die Erfahrungswerte für Sprachkurse im Herkunftsland oder in Deutschland übersteigen, ist dies zu begründen (siehe Leitfaden zum Vorschlagsverfahren Punkt 3.6.1 und 3.6.2).

Umsetzung während der Ausbildung

Umsetzung während der Ausbildung:

Wo liegen die Erfahrungswerte/ Ansätze bzw. Stundenvorgaben für sozialpädagogische, fachliche und sprachliche Begleitung während der Ausbildung?

Erfahrungsgemäß findet die sozialpädagogische, fachliche und sprachliche Begleitung im Umfang von 3 – 8 Stunden die Woche statt. Sie soll sich nach dem jeweils erforderlichen konkreten Bedarf im Einzelfall richten.

Ist die sozialpädagogische, fachliche und sprachliche Begleitung flexibel nach Teilnehmerbedürfnissen möglich?

Ja. Für die konkrete Ausgestaltung sind die Träger verantwortlich. Ziel der sozialpädagogischen, fachlichen und sprachlichen Begleitung im Rahmen von MobiPro ist dabei die bestmögliche Unterstützung der Teilnehmer gemäß deren individueller Bedürfnisse.

Können Maßnahmen der sozialpädagogischen, fachlichen und sprachlichen Begleitung auch über ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) bei Bedarf über die Agenturen für Arbeit vor Ort beantragt werden?

Es ist keine Beantragung über die Agenturen für Arbeit vor Ort möglich. Die europäischen Auszubildenden sind nicht nach dem SGBIII förderfähig (Ausnahme: wenn sie sich länger als 4 Jahre in Deutschland aufhalten, dies würde aber eine Förderfähigkeit nach MobiPro-EU ausschließen). Die Träger stehen in der Verantwortung, die sozialpädagogische, fachliche und sprachliche Begleitung selbst gemäß der Bedürfnisse der Teilnehmer zu organisieren. Es ist zu beachten, dass sozialpädagogische, fachliche und sprachliche Begleitung im Kontext von MobiPro-EU grundsätzlich etwas andere Unterstützungsschwerpunkte (Stichwort Sprachbarriere) bedienen muss als abH im Kontext des SGB III.

Kann Sprachunterricht auch nach MobiPro-EU oder parallel dazu in abH integriert werden?

Nein. Eine Verknüpfung von sprachlicher Begleitung mit den Regelleistungen aus abH ist nicht möglich. 

Haben Projektteilnehmer Anspruch auf gesetzlichen Mindestlohn?

Nach einem berufsqualifizierenden Berufs- oder Studienabschluss ist im Normalfall davon auszugehen, dass die fachliche Orientierungsphase bereits abgeschlossen ist. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Sonderprogramm MobiPro-EU, die im Ausland einen berufsqualifizierenden Berufs- oder Studienabschluss erworben haben kann jedoch etwas anderes gelten, da die duale Berufsausbildung in anderen EU-Ländern häufig unbekannt ist. Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Sonderprogramm MobiPro-EU haben daher während des sechswöchigen Praktikums in der Regel keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn.

Organisation

Organisation:

Wird es feste Projektansprechpartner für die gesamte Projektlaufzeit geben?

Ja – diese werden durch die Bewilligungsbehörde benannt.

Vernetzung und Austausch

Vernetzung und Austausch:

Wird es eine Wissensdatenbank geben bzw. gibt es eine Vernetzung der Ansprechpartner?

Ja. Die ausgewählten Projekte werden auf der Homepage www.thejobofmylife.de bekannt gemacht. Jeder Projektträger wird zu den in seiner Region stattfindenden Treffen zur Vernetzung eingeladen. Die Struktur der Regionaltreffen orientiert sich an zwei bis drei unterjährigen regionalen Treffen und einem bundesweiten Treffen. Die Erarbeitung von Qualitätsstandards und deren Weiterleitung in alle Regionen erfolgt durch die Fachstelle Einwanderung im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung - IQ“.

Spezifische Fragen

Spezifische Fragen:

Gibt es Mindeststandards für Betriebe?

Die Betriebe müssen die Eignung als Ausbildungsbetrieb besitzen und nachweisen. Darüber hinaus sind sie verpflichtet, sich an das Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie zu halten sowie die tarifliche bzw. ortsübliche Ausbildungsvergütung zu bezahlen.

Was sind Rolle und Auftrag der ZAV?

Die ZAV vermittelt Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die beantragten Projekte. Eine Inanspruchnahme dieser Leistung steht jedem Projektträger zu Projektbeginn offen. Die ZAV kann gegebenenfalls auch andere institutionelle Akteure (z. B. Kammern) bei der Eigenakquise unterstützen. Im Projektverlauf können durch die ZAV gegebenenfalls Nachrücker für ausscheidende Teilnehmer und Teilnehmerinnen vermittelt oder vom Träger selbst akquirierte Teilnehmende auf Förderfähigkeit im Rahmen von MobiPro-EU geprüft werden. Die zuwendungsrechtliche Begleitung und Abrechnung der Vorhaben obliegt dabei weiterhin dem Operativen Service der Agentur für Arbeit Köln.

Kooperationen mit Passgenauen Besetzern, IQ und anderen

Kooperationen mit Passgenauen Besetzern, IQ und anderen:

Wie sieht die zukünftige Zusammenarbeit der Passgenauen Besetzer mit den Projektträgern aus?

Die passgenauen Besetzer werben in enger Kooperation mit den Projektträgern vor Ort in KMU, die bereits für eine Ausbildung gewonnen wurden, für eine offene Willkommenskultur.

 

Sie beraten KMU bei der Sensibilisierung des Unternehmensumfelds hinsichtlich besonderer Identitäten ausländischer Auszubildender, z. B. Kultur, Mentalität und Schulsystem.

 

Sie informieren und beraten KMU über mögliche Maßnahmen einer erfolgreichen sozialen und betrieblichen Integration der Auszubildenden auch unter Einbeziehung betriebsinterner Mentorinnen und Mentoren, insbesondere bei der Vorbereitung eines Bewerbungsgesprächs und beim Ausbildungsstart, und sensibilisieren dabei für mögliche Unterschiede und Besonderheiten hinsichtlich Kultur, Mentalität und Schulsystem im Herkunftsland.

 

Die ausgewählten Projekte werden auf der Homepage www.thejobofmylife.de eingestellt.

Brauchen Teilnehmende Anerkennungsberatung?

Nein – Teilnehmende am Programm haben das Ziel des Erwerbs einer Berufsausbildung in Deutschland. Das im Rahmen der alten Richtlinie mögliche Anerkennungspraktikum ist nicht mehr möglich.

Interessenten eines Anerkennungsverfahrens können an die Anerkennungsberatungsstellen im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung - IQ“ verwiesen werden.

Fragen zu Zuwendungsrecht, Verfahren etc.

Fragen zu Zuwendungsrecht, Verfahren etc.:

Kann der 10% Anteil von den Betrieben „übernommen“ werden?

Nein – Mittel von Betrieben gelten als Drittmittel. Sie können gerne in das Projekt eingebracht werden, reduzieren aber nicht den Eigenanteil des Trägers.

Muss der Eigenanteil gleich zu Beginn des Projektes erbracht werden oder kann die Einbringung des Anteils über die gesamte Projektlaufzeit verteilt werden?

Grundsätzlich sind die Eigenmittel vorrangig, also zu Beginn des Projektes, zu erbringen. Sollte der Projektträger jedoch bereits im Antrag stichhaltige Gründe darlegen können, warum er eine gleichmäßige Verteilung der Eigenmittel über die gesamte Projektlaufzeit vornehmen möchte, kann diesem Vorgehen durch die Bewilligungsbehörde zugestimmt werden.

Gibt es unterschiedliche Anforderungen oder Kriterien bezüglich der zu erbringenden Eigenbeiträge? (GmbH, gGmbH, e.V.)?

Grundsätzlich gibt es keine unterschiedlichen Anforderungen.

Sollte das für MobiPro-EU zu eröffnende Konto ein Girokonto oder ein Buchungskonto sein?

Beide Varianten sind möglich. Die Einnahmen und Ausgaben müssen projektbezogen, separat erfasst und verbucht werden.

Wie erfolgt der Mittelabruf?

Das Verfahren zum Mittelabruf richtet sich nach Ziffer 1 der Anlage 2 zur Verwaltungsvorschrift Nr. 5.1 zu § 44 der Bundeshaushaltsordnung (ANBest-P). Nähere Informationen zu Mittelvereinnahmung und -verausgabung erhalten Sie auch in den „Informationen zur Beantragung und Abrechnung von MobiPro-EU-Projekten“, die Ihnen im Rahmen der Antragstellung zur Verfügung gestellt wurden.

Kann zusätzlich zu den 818 € noch BAföG beantragt werden?

Nein, in bestimmten Fällen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber wohngeldberechtigt sein.

Gibt es die Möglichkeit von Mittelanforderungen für individuelle Erfordernisse?

Im Rahmen der regelmäßigen Mittelabrufe muss der Träger den bisherigen Verausgabungsstand und den höchstens für die nächsten 6 Wochen zu erwartenden Mittelbedarf darstellen. Dabei können auch individuelle Erfordernisse berücksichtigt werden, soweit diese von den Regelungen des Zuwendungsbescheides (sowohl finanziell als auch inhaltlich) erfasst sind. Ist dies nicht der Fall muss eine geänderte Finanzierung beantragt werden. Dieser ist ein aktualisierter Finanzierungsplan beizufügen.

Ist eine Nachfinanzierung von Personal möglich?

Die Kostenerstattung von Personal der Träger ist in den Leitfäden abschließend geregelt. Die Zuwendungsfähigkeit der entsprechenden Ausgaben ist nur gewährleistet, sofern der Träger das Personal zusätzlich beschäftigt.

Wann sollte ich im Rahmen der Zusammenarbeit mit einem ausländischen Partner ein Vergabeverfahren einleiten und wann kann ich einen Weiterleitungsvertrag nutzen?

Förderleistungen im Herkunftsland und in Deutschland können sowohl über die förmliche Auftragsvergabe nach der VOL/A als auch im Rahmen der Weiterleitung von Mitteln finanziert werden.
Hat der Träger noch keine Kooperationspartner, ist für die Auswahl der jeweiligen Dienstleister die förmliche Auftragsvergabe nach der VOL/A durchzuführen.
Sind bereits Kooperationspartner vorhanden, kann deren Dienstleistung im Rahmen der Weiterleitung von Mitteln finanziert werden.
Die Weiterleitung von Mitteln versetzt in diesem Fall den Kooperationspartner in den Status eines Zuwendungsempfängers. Damit ist es möglich, die nachgewiesenen Ausgaben (im Rahmen der Weiterleitung darf keine pauschale Aufwandvergütung erfolgen) des Kooperationspartners als zuwendungsfähige Ausgaben zu erstatten.
Folgende Voraussetzungen für eine Weiterleitung von Mitteln müssen gegeben sein:

  • Es muss sichergestellt werden, dass der Kooperationspartner am Maßnahmeort mit der Unterstützung der Teilnehmenden keine Gewinnerzielungsabsicht verbindet.
  • Der Nachweis einer bereits bestehenden Kooperation (eine Kooperationsvereinbarung und/oder „Letter of Intent“) zwischen Dienstleister und Träger ist zu führen; der Kooperationsvereinbarung sollten vergleichbare oder abgestimmte Zielstellungen der beiden Partner hinsichtlich der definierten Projektziele zugrunde liegen.
  • Die Weiterleitung ist im Rahmen eines sogenannten Weiterleitungsvertrages, gegebenenfalls verknüpft mit einer Kooperationsvereinbarung, zu vollziehen.

Verwendungsnachweis

Verwendungsnachweis:

Wie und zu welchem Zeitpunkt ist der Zwischenverwendungsnachweis zu erbringen?

Der Projektträger hat zum Ende eines jeden Kalenderjahres, spätestens zum 30.04., einen Zwischenverwendungsnachweis vorzulegen.

 

Der Zwischenverwendungsnachweis muss gemäß Ziff. 6 der ANBest-P aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis zum Stand 31. 12. des Berichtsjahres bestehen. Hierzu sind folgende Mindestinformationen vorzulegen:

  •  Im Sachbericht sind die Verwendung der Zuwendung sowie das erzielte Ergebnis im Einzelnen darzustellen und den vorgegebenen Zielen gegenüberzustellen. Änderungen im Projektverlauf sind aufzuführen und zu begründen. Im Sachbericht ist auf die wichtigsten Positionen des zahlenmäßigen Nachweises einzugehen. Ferner ist die Notwendigkeit und Angemessenheit der geleisteten Arbeit zu erläutern.
  •  In dem zahlenmäßigen Nachweis sind die Einnahmen und Ausgaben in zeitlicher Folge und voneinander getrennt entsprechend der Gliederung des Finanzierungsplanes auszuweisen. Der Nachweis muss alle mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Einnahmen (Zuwendungen, Leistungen Dritter, eigene Mittel) und Ausgaben enthalten.
  • Der zahlenmäßige Nachweis besteht aus dem zum 31. 12. des Berichtsjahres aktualisierten Finanzierungsplan. Im Rahmen des Finanzierungs-planes sind die Verausgabungen zum Stichtag dem bis zu diesem Stichtag geplanten Mitteleinsatz gegenüber zu stellen.
  •  Die mit dem Finanzierungsplan gemeldeten Verausgabungen sind durch eine Belegliste zu untersetzen. Mindestinhalte dieser Belegliste sind Tag, Empfänger, Grund und Betrag jeder einzelnen Zahlung.
  • Im Verwendungsnachweis ist zu bestätigen, dass die Ausgaben notwendig waren, dass wirtschaftlich und sparsam verfahren worden ist und die Angaben mit den Büchern und gegebenenfalls den Belegen übereinstimmen (Ziff. 6.2.1 und 6.2.2 ANBest-P).

 

Die Bewilligungsbehörde prüft den Zwischenverwendungsnachweis auf sachliche und rechnerische Richtigkeit. Sie führt anlassbezogene und stichprobenmäßige Prüfungen von Belegen im Original durch. Die entsprechenden Belege sind auf Anforderung im Original vorzulegen.

Wie und zu welchem Zeitpunkt ist der Gesamtverwendungsnachweis zu erbringen?

Der Projektträger hat der Bewilligungsbehörde nach dem Abschluss des Projektes einen Gesamtverwendungsnachweis vorzulegen. Dieser muss spätestens sechs Monate nach dem Enddatum des Bewilligungszeitraumes vorliegen. Der Gesamtverwendungsnachweis muss gemäß Ziff. 6 der ANBest-P aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis bestehen. Hierzu sind folgende Mindestinformationen vorzulegen:

 

  • Im Sachbericht sind die Verwendung der Zuwendung sowie das erzielte Ergebnis im Einzelnen darzustellen und den vorgegebenen Zielen gegenüberzustellen. Änderungen im Projektverlauf sind aufzuführen und zu begründen. Im Sachbericht ist auf die wichtigsten Positionen des zahlenmäßigen Nachweises einzugehen. Ferner ist die Notwendigkeit und Angemessenheit der geleisteten Arbeit zu erläutern.
  • In dem zahlenmäßigen Nachweis sind die Einnahmen und Ausgaben in zeitlicher Folge und voneinander getrennt entsprechend der Gliederung des Finanzierungsplanes auszuweisen. Der Nachweis muss alle mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Einnahmen (Zuwendungen, Leistungen Dritter, eigene Mittel) und Ausgaben enthalten.
  • Der zahlenmäßige Nachweis besteht aus dem zum Projektende aktualisierten Finanzierungsplan. Im Rahmen des Finanzierungsplanes sind die Verausgabungen zum Stichtag dem bis zu diesem Stichtag geplanten Mitteleinsatz gegenüber zu stellen.
  • Die mit dem Finanzierungsplan gemeldeten Verausgabungen sind durch eine Belegliste zu untersetzen. Mindestinhalte dieser Belegliste sind Tag, Empfänger, Grund und Betrag jeder einzelnen Zahlung.
  • Im Verwendungsnachweis ist zu bestätigen, dass die Ausgaben notwendig waren, dass wirtschaftlich und sparsam verfahren worden ist und die Angaben mit den Büchern und gegebenenfalls den Belegen übereinstimmen (Ziff. 6.2.1 und 6.2.2 ANBest-P).

 

Die Bewilligungsbehörde prüft den Gesamtverwendungsnachweis auf sachliche und rechnerische Richtigkeit. Sie führt anlassbezogene und stichprobenmäßige Prüfungen von Belegen im Original durch. Die entsprechenden Belege sind auf Anforderung im Original vorzulegen.

Sind dem Zwischenverwendungsnachweis die Originalbelege beizufügen?

Nein. Grundsätzlich gilt, dass Originalbelege von Ihnen nur auf Anforderung vorzulegen sind.
Dies kann im Rahmen der Zwischenverwendungsnachweisprüfung der Fall sein. Für Inhouse-Prüfungen werden Sie gebeten, die entsprechenden Originalbelege zuzusenden. Es kann aber auch zu Prüfungen der Belege in Ihren Geschäftsräumen kommen. Für diese sind von Ihnen
sämtliche relevanten Originalbelege vorzuhalten.

E-Mail-Verschlüsselung

E-Mail-Verschlüsselung:

Kann der Träger zur E-Mail-Verschlüsselung auch selbstsignierte Zertifikate nutzen?

Die Bundesagentur für Arbeit akzeptiert für die E-Mail-Verschlüsselung auch selbstsignierte Zertifikate, wenn die im Zertifikat hinterlegte E-Mail-Adresse mit der verwendeten übereinstimmt. Allerdings ist bei vielen Serverzertifikaten die Verwendbarkeit eingeschränkt, so dass diese sich nicht für die E-Mail-Verschlüsselung eignen. Die Website überprüft dies beim Upload. Sollte das Zertifikat abgelehnt werden, kann durch den Träger ein selbstsigniertes Zertifikat mit geeigneter Schlüsselverwendung – mindestens die Optionen key usage: key encipherment bzw. extended key usage: e-mail protection – erstellt und genutzt werden.

Wann erhält der Träger eine „Einladung für E-Mail-Verschlüsselung“?

Nachdem der Träger seinen Projektvorschlag verschlüsselt eingesandt hat, erhält er zunächst eine Eingangsbestätigung vom Operativen Service der Bundesagentur für Arbeit. Die „Einladung für E-Mail-Verschlüsselung“ (Punkt 4 der „Anleitung zur Mailverschlüsselung“) als Grundlage des weiteren Austausches verschlüsselter E-Mails zwischen dem Träger und der Bundesagentur für Arbeit erhält der Träger zu einem späteren Zeitpunkt.

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Fördergrundsätze zum Sonderprogramm des Bundes zur Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen.

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